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anhaltende Frühjahrstrockenheit

Wenn es beim Wetter aktuell wenig Spektakuläres zu berichten gibt, so ist doch die immer noch anhaltende Trockenheit im Nordosten Österreichs ein durchaus bemerkenswertes Thema. Gerade jetzt, da die Wachstumssaison beginnt und nach einem geradezu fulminanten Frühlingsbeginn mit Temperaturen jenseits der 20-Grad-Marke, würde die Vegetation dringend ausgiebige Niederschläge benötigen. Doch die lassen weiter auf sich warten.

Niederschlagsdefizit seit Oktober 2013

Die letzte ausgeglichene Niederschlagsbilanz lieferte noch der September vorigen Jahres. Danach fiel das für die Natur so wichtige Nass nur sehr spärlich aus. Im gesamten Winter (Zeitraum 1.12. – 28.2.) war vielerorts gar ein Niederschlagsdefizit von 50 % in den Klimabüchern zu vermerken. Auch der Regen der letzten Tage konnte die Niederschlagsbilanz des März nicht wirklich aufbessern. „In Summe konnten wir in Nexing bis jetzt 11 Liter / m² messen. Üblich für diesen Monat wären rund 42 Liter.“, so Wetter- und Klimabeobachter Roman Rautenberg an der Meteorologischen Station. Der Wert aus Nexing ist übrigens repräsentativ für die aktuell herrschende Trockenheit im gesamten Weinviertel.

Auch wenn der eine oder andere Regenschauer über die Weinviertler Felder zieht, so bleibt dies doch nur der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein; ein Ende der derzeitigen Trockenphase ist mittelfristig (damit ist ein Zeitraum von 14 Tagen gemeint) nicht in Sicht.

Frühlingsbeginn – Erstfrühling

Aus meteorologischer Sicht hat der Frühling bereits am 1. März begonnen. Dieser gewählte Zeitpunkt hat lediglich statistische Gründe. Der astronomische Frühling zieht nun heute zum Frühlingsäquinoktium nach und beginnt, wenn die Sonne um 17.57 MEZ exakt über dem Äquator steht – Tag und Nacht sind gleich lang.

Phänologie: Erstfrühling

Die Natur erwacht mehr und mehr zum Leben, es grünt und sprießt wohin das Auge blickt – vielerorts hat bereits in den Gärten die Blüte der Forsythie eingesetzt. In der Phänologie wird mit diesem Pflanzenstadium der sogenannte „Erstfrühling“ definiert. Heuer passen also astronomischer Frühlingsbeginn und phänologischer Erstfrühling augenscheinlich recht gut zusammen – ausgelöst nicht zuletzt durch die vorfrühlingshafte Witterung der letzten Wochen und dem milden – um nicht zu sagen, fast ausgefallen Winter.

Jetzt heißt es also, raus in die Natur, durchatmen und die Frühlingsluft genießen.

Regen ist und war in den letzten Monaten Mangelware – doch gerade jetzt wäre eine ergiebige Feuchtigkeitsspende zu Beginn des Pflanzenwachstums von größter Bedeutung – die Natur würd‘s danken.