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Extremwetter-Ereignisse in der neuen Wetterchronik jetzt online abrufen

Nach vielen Stunden Recherche ist nun die neu hinzugekommene Rubrik „Wetterchronik“ online. Zusammengetragen wurden hier jene extremen Wetterereignisse, welche speziell für das Weinviertel und den Osten Österreichs von Bedeutung waren. Die besondere Herausforderung liegt aufgrund der verschiedensten Quellen im Auffinden und Interpretieren des jeweiligen Datenmaterials.

„Trotz umfangreicher Recherchen gibt es leider immer noch Lücken in der Wetterchronik unserer Region. So konnten nur wenige oder gar keine Aufzeichnungen oder Berichte über den Jahrhundertwinter 1928/29, den extrem kalten Februar 1956 oder auch das massive Schnee-Ereignis mit meterhohen Schneeverwehungen um den 7. Dezember 1969 aus dem Weinviertel gefunden werden. Deswegen benötigen wir Ihre Mithilfe!“, so Roman Rautenberg vom Onlineportal meteonex.at.

Die Datenbank steht allen Interessierten und nachfolgenden Generationen u.a. auch als Basis für klimatische Studien- und Forschungsarbeiten zur Verfügung und wird künftig laufend ergänzt.

historische Wetteraufzeichnungen in alten Schränken, Schubladen, Kommoden ….?

Haben Sie alte Aufzeichnungen zu besonderen Wettervorkommnissen, Fotos oder Daten bzw. ist ein besonderes Wetterereignis nicht angeführt? Dann freuen wir uns, wenn Sie uns mittels Mail an kontaktieren.

Gerne können Sie uns eventuelles Dokumentationsmaterial auch auf dem Postweg zukommen lassen .

Zu finden ist die neue Wetterchronik übrigens unter der Rubrik „klima + beobachtung“ bzw. kann über den Direktlink aufgerufen werden.

Winterernüchterung

Der Winter ist in dieser Saison bisher nur einer kurzer, seltener Gast. Im Flachland des Süden und Ostens fehlt überhaupt jeden Spur von ihm – abgesehen von dem einen oder anderen Hauch mit Rauhreif in den Morgenstunden.

Tagesmittel der Temperatur in 2m Höhe - Station Nexing

Tagesmittel der Temperatur in 2m Höhe im Vergleich zum langjährigen Klimamittel Station Nexing

Ernüchterung …

Von der, von einigen Medien in den letzten Tagen angekündigten Umstellung auf jahreszeitgemäßeres Wetter, bleibt nicht viel übrig: in der Höhe gelangen zwar (vorübergehend) etwas kältere Luftmassen in den Alpenraum, für Flachlandwinter recht dies bei weitem nicht aus.  Die Temperaturen in den Niederungen ähneln mittelfristig gesehen jenen, welche wir schon von der jüngsten Vergangenheit gewohnt sind. Die Grosswetterlage stellt sich wohl um, doch die milden Luftmassen aus wärmeren Gefilden behalten noch länger die Oberhand.

Ensemblerechnungen des GFS - Temperatur in 850 hpa

Ensemblerechnungen des GFS – Modells: Temperatur in 850 hpa (Quelle: wetterzentrale.de)

So wird dies jedenfalls nichts mit dem Winter.

Überdies sieht es ohnehin so aus, als ob General Winter heuer von den Amis gekidnappt worden wäre….

Dies meint auch Blogger „Sigward“ in seinem heutigen Gastkommentar.

 
 
Sigward ist Meteorologe im Ruhestand und zugleich der älteste Blogger im Wetterzentrale Forum.