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Hochdruck ohne Ende

Seit Tagen schon liegt nun das auf den Namen VARNIA getaufte Hochdruckgebiet über Mitteleuropa und blockiert jegliche Wetteränderung und Dynamik – beharrlich und behäbig wie es sonst nur im Sommer zu erwarten wäre. Für Meteorologen oft eine langweilige Geschichte mangels Wetteraction.

Übers Wetter kann man jedoch immer etwas schreiben – so widmen wir uns einem herausragenden Wert, der um diese Jahreszeit selten so hoch ist wie aktuell. Die Rede ist vom Luftdruck, der einen beachtlichen Wert von 1036 hpa erreicht hat.

500 hpa gpdm Abweichung vom Klimamittel für 17.12.2013 00z © Wetterzentrale.de

500 hpa gpdm Abweichung vom Klimamittel für 17.12.2013 00z © Wetterzentrale.de

Dass dies nicht unbedingt alltäglich ist, veranschaulicht die Höhenwetterkarte mit der Abweichung des Luftdrucks vom Klimamittel in 500 hpa (etwa 5.500 m).

VARNIA wird wohl noch eine Weile über uns thronen und keine weißen Weihnachten zulassen.  Um übrigens eine ähnlich stabile Wetterlage um diese Jahreszeit in der Wetterhistorie zu finden muss man schon bis ins Jahr 1991 zurück blättern.

 

November 2013: im Weinviertel zu mild, zu trocken

Der November hat recht mild begonnen. Besonders auffällig waren die erreichten Temperaturmaxima in der ersten Dekade, in der noch frühlingshafte Temperaturen verzeichnet werden konnten. Das Thermometer an der Messstelle Nexing zeigte beispielsweise am frühen Nachmittag des 7. Novembers eine Temperatur von 18,2 Grad. Die besonders warme erste Dekade und fehlende Strahlungsnächte sind dafür verantwortlich, dass der November schlussendlich zu mild ausfällt.

Anders als in vielen anderen Gebieten Österreichs verlief der Monat im Nordosten überdies  deutlich zu trocken (Nexing 66% vom klimatologischen Mittel).

Umstellung auf Winterwetter nach Plan

Ein Vorstoß polarer Kaltluft ließ während der dritten Dekade die Schneefallgrenze bis ins Flachland absinken und leitete planmäßig zu dieser Jahreszeit zu frühwinterlichen Wetterverhältnissen über. Im langjährigen Mittel kann der erste Schneefall im Weinviertel um den 25.11. erwartet werden – tatsächlich tanzten die ersten Flocken dieses Jahr am 26. des Monats vom Himmel.

Für manche ging der Wechsel von mild zu kalt gefühlsmäßig abrupt von statten. Dabei gab es jedoch nur eine Temperaturdifferenz von etwa 6 Grad, dennoch fröstelte es so manchen besonders. Kein Wunder, lag doch der Windchill-Wert bei rund -12 Grad.