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zapfige Temperaturen

Mit dem Zustrom arktischer Luftmassen sind die Temperaturen gestern weit in den Keller gerasselt. Die Radiosondierung von gestern zeigt niedertroposphärisch (etwa in 1500 m) einen Wert von -19,5 Grad.

Dementsprechend tief die gemessenen 2-m Werte am 07.01.2017 im östlichen Flachland (Quelle: ZAMG)

  • Hohenau           -17,6 Grad
  • Poysdorf            -16,1 Grad
  • Zwerndorf         -15,9 Grad
  • Nexing               -15,8 Grad
  • Mistelbach        -14,4 Grad

Noch tiefer fiel das Quecksilber im oberösterreichischen Hausruckviertel:

  • Reichersberg    -20,3 Grad
  • Ostermiething  -21,7 Grad

Es ist übrigens schon eine Weile her, als zuletzt so tiefe Temperturen gemessen werden konnten. In Nexing muss man immerhin bis zum 27. Jänner 2013 zurückblättern – an diesem Tag findet man exakt den selben Tiefstwert verzeichnet wie gestern.

Der Zustrom der eisigen Luftmassen ist zwar schon wieder abgerissen, doch die verbliebene Kaltluftmasse wird uns noch einige Tage erhalten bleiben bis sie von milderer Luft verdrängt wird. Dennoch bleibt das Wetter auch mittelfristig auf Winter eingenordet, zwar nicht so eiskalt wie jetzt, doch samt winterlicher Niederschlagsformen.

 

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Arktis: bedenklich schwindendes Meereis zeigt bereits Auswirkungen auf unser Klima

Meereseisausdehnung Arktis (Quelle: https://ads.nipr.ac.jp | Arctic Data archive System)

Meereseisausdehnung Arktis (Quelle: https://ads.nipr.ac.jp | Arctic Data archive System) orange Linie: langjähriger Mittelwert

Mit Argus-Augen verfolgen Klimaforscher und Meteorologen die jährlich schwankende Eisbedeckung der Arktis. Auch heuer war wieder ein bedenklich starker Rückgang der Ausdehnung des arktischen Meereises zu beobachten. Zwar kein Rekordtiefstand wie im Jahr 2012, doch nahe an jenem Wert von 2007, dem zweit tiefsten Wert seit Beobachtungsbeginn und weit entfernt vom langjährigen Mittelwert.

Meereseisausdehnung auf der Arktis am 12.10.2016 (Quelle: https://ads.nipr.ac.jp)

Meereseisausdehnung auf der Arktis am 12.10.2016 (Quelle: https://ads.nipr.ac.jp)

Was bedeutet dies für unser Wettergeschehen und Klima?

Aufgrund der Tatsache, dass dunkle Flächen mehr Wärmestrahlung absorbieren als helle und Wasser darüberhinaus aufgrund seiner physikalischen Eigenschaften sehr träge reagiert (sowohl in der Wärmeaufnahme als auch  bei der Wärmeabgabe) wirkt sich dies, vereinfacht gesagt, auch auf die darüber liegenden Luftschichten und den Luftdruckverteilungen aus.

Plötzlich liegen Tiefdruckgebiete an jener Position, wo sonst üblicherweise ein Hochdruckgebiet zu finden ist. Die Auswirkungen konnten wir heuer bereits erfahren – wir erinnern uns an den spätsommerlichen September, gefolgt von der ersten Oktoberhälfte mit spätherbstlichen Zügen und weit unterdurchschnittlichen Temperaturen mit Abweichungen bis zu 5 Grad unter dem Klimamittel.

Was steckt genau dahinter und können daraus Schlüsse für den Winter gezogen werden? Doch lesen Sie selbst…