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Frisch ist es geworden

dayview_20140817Die Temperaturmaxima und -minima der letzten Tage geben sich ausnehmend bescheiden – schließlich steht selbst im meteorologischen Kalender bis einschließlich 31. August „Sommer“ auf dem Plan.

Das grosse Sommer-Comeback dürfen wir uns jedenfalls 2014 nicht mehr erwarten, denn mit der Reife des Hollunders (etwa 3-4 Tage früher als sonst) ist dem phänologischen Kalender nach der Frühherbst angebrochen. Studiert man die Palette der  Wettermodelle, so scheinen Entwicklungsstand der Vegetation und Wetter derzeit ziemlich im Einklang – Frühherbst ist angesagt. Über den einen oder anderen Sommertag mit 25 Grad oder mehr werden wir uns trotz allem wohl noch freuen können – sei es im Oktober …

Eisheilige – verlässlich wie eh und je

Kaum jemandem sind sie nicht bekannt, wenn sie auf dem Kalenderblatt vom 12. – 15. Mai auftauchen – Pankratius, Servatius, Bonifatius und schließlich noch Sophie – die Eisheiligen.

Analysiert man die durchschnittliche Tagesmitteltemperatur im Mai, so kommt man auf ein verblüffendes Ergebnis: Die „gestrengen Herrn“ wie sie auch genannt werden, zeigen sich verlässlich wie eh und je in der Witterung. Erkennbar ist dies an der Unterbrechung zwischen 17. und 23. Mai der sonst ansteigenden mittleren Tagestemperatur.  Die zeitliche Verschiebung ist vermutlich in der Gregorianischen Kalenderreform begründet, bei der 10 Tage ausgelassen wurden. Die Eisheiligen am Kalender haben sich folglich um etwa diesen Zeitraum vom tatsächlichen meteorologischen Eintreffen entfernt.

vermehrte Kaltlufteinbrüche um den 20. Mai

Es handelt es sich dabei um einen sogenannten Witterungsregelfall (Singularität). Zu dieser Jahreszeit nehmen die Temperaturgegensätze zwischen dem Kontinent und dem Meer bereits deutlich zu. Beim Zusammentreffen von Kalt- und Warmluft entstehen Tiefdruckgebiete, welche Luft polaren Ursprungs in den Alpenraum lenken können.

Luft- oder auch Bodenfrost zu dieser Zeit im Weinviertel ist höchst selten in den Klimaaufzeichnungen zu finden (zuletzt 2012) und bleibt die Ausnahme.