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Hitze – darfs ein bissl mehr sein?

Einige angenehme Tage mit kühlen Nächten haben uns durchatmen lassen. Die Wohnungen und Häuser konnten nun wieder so richtig durchgelüftet und die Wärme aus den Gemäuern vertrieben werden.

Allmählich schlägt das Temperaturpendel jedoch wieder in die hitzige Richtung aus – Liebhaber heißer Tage und Sonnenanbeter kommen nun wieder voll und ganz auf ihre Rechnung.

ECM1-144

In den Wetterkarten (exemplarisch hier jene des EZMWF) ist nordwestlich der britischen Inseln ein kräftiges, steuerndes Zentraltief auszumachen. An der Vorderseite werden auf breiter Bahn zunehmend heiße Luftmassen nach Mitteleuropa gesteuert.

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Die Temperaturkarte für eine Höhe von rund 1500 m gibt Aufschluss über die Temperaturverteilung und zeigt beeindruckend die vorausberechneten, hohen Temperaturwerte. Verbreitet erwarten uns dann wieder 35 Grad, lokal ist auch ein bissl mehr drin. Möglicherweise werden dies sogar die heißesten Tage dieses Jahres. Knochentrockene Böden, durchgeheizte Luft und ungehinderte Sonneneinstrahlung bilden die besten Voraussetzungen für solche Temperaturextreme.

Es kommt nicht von ungefähr, dass eben gerade die heißesten Tage oftmals zur Zeit der „Hundstage“ beobachtet werden.

und sie bleibt …

Die Ensemblerechnungen (dies sind Modellrechnungen mit jeweils leicht veränderten Parametern) sprechen eine klare Sprache (dies ist nicht immer so):

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Auch nach dem 8.8.2015 bleibt es hochsommerlich, selbst wenn die Temperaturen dem unteren Rand der Streuung entsprechen (etwa 13 Grad in 1500 m), so dürfen wir im Flachland dennoch mit 28 – 30 Grad rechnen.

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Sommer auf Rekordkurs

Die meisten Leute vergessen: Österreich ist nicht Spanien oder Portugal. Der mitteleuropäische Sommer ist üblicherweise geprägt von Warm- und Kaltphasen, stabiles Badewetter über Wochen eher die Ausnahme denn die Regel. Doch heuer trudeln wir von einer Hitzewelle zur nächsten.

Dies schlägt sich naturgemäß in den weltweiten wie auch lokalen Klimaaufzeichnungen nieder. Auch die Messwerte der Nexinger Klimastation sprechen eine deutliche Sprache: +0,9 Grad im Juni, im Juli beträgt der Temperaturüberschuss derzeit etwa 3 Grad gegenüber dem langjährigen Mittel (1992 – 2010). Der Monat ist damit auf dem besten Weg, der heißeste Juli zu werden, seit es regelmäßige Wetteraufzeichnungen gibt.

Weltweit ist die erste Jahreshälfte 2015 bereits so überdurchschnittlich warm ausgefallen, wie niemals zuvor.

Manuel Kelemen (ATV Meteorologe) beleuchtet in seinem Blog nachdenklich, wie normal dieser Sommer ist, der nach 2006 und dem bisherigen Rekordsommer 2003 neue Maßstäbe setzt.