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eine Runde subtropische Atlantik-Luft für Mitteleuropa

Nach einer Woche mit Dauerfrost hat sich der Winter in der Nacht zum Sonntag vorerst wieder zurück gezogen.  Eine Warmfront hat zunächst noch ergiebigen Neuschnee gebracht ehe auflebender Westwind dem Kurzzeitwinter ein apruptes Ende gesetzt hat. Binnen 10 Minuten stieg die Temperatur von knapp -2 Grad auf über 0 Grad an.

Mit dieser Wetterumstellung wurde eine für Ende Jänner teils vorfrühlingshaft anmutende Wetterphase eingeleitet. Die Rückverfolgung  der Luftmassen zu deren Ursprung mittels Rückwärtstrajektorien führt auf den Atlantik in den Bereich des 30. bis 40. Breitengrades – dem subtropischen Hochdruckgürtel.

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Ein weiteres interessantes Detail eröffnet sich dem Betrachter der Höhenänderung der Luftmassen auf deren Weg zu uns: So hat etwa jene Luftmasse, welche über dem Atlantik transformiert in Bodennähe bei uns ankommt, ihren eigentlichen Ursprung an der Südspitze Grönlands  in rund 6.500 Meter. (rote Verlaufskurve)

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hohe Qualität der Nexinger Klimadaten bestätigt

Nach den beiden sehr warmen Jahren 2014 und 2015 galt es herauszufinden, welches schließlich das Rennen um das wärmste Jahr seit dem Beginn  regelmäßiger Klimaaufzeichnungen für sich entschieden hat.

Zur flächigen Auswertung bedienten sich dabei Klimaforscher und Kollegen der ZAMG einer neuartigen, detaillierten Methode der räumlichen Klimaanalyse (SPARTACUS).

Entscheidung an zweiter Stelle nach dem Komma

Obwohl die Differenz der Jahresmitteltemperatur in den beiden Jahren marginal ist, so konnten dennoch regionale, witterungsbedingte Unterschiede der mittleren Jahrestemperatur aufgezeigt werden. Die zweite Stelle nach dem Komma bringt schließlich Klarheit, dass das Jahr 2015 in Niederösterreich um einen Tick wärmer als 2014 ausgefallen ist.

Exakt zum gleichen Ergebnis

… gelangt man nach Analyse des Nexinger Klimadatensatzes – auch hier ist das Zünglein an der Waage der Hundertstel-Grad-Bereich. Im Rahmen dieses Projektes (SPARTACUS) der ZAMG konnte nun die hohe Qualität der an der Station in Nexing gewonnenen Klimadaten bestätigt werden. Durch eine stetige, aufwendige Qualitätssicherung bei der Datengewinnung stehen so hochwertige Datensätze für wissenschaftliche Anwendungen in verschiedenen Bereichen oder zur Klimafolgenforschung aus der Region Sulz bereit.

Im Laufe des Jahres 2016 sollen zahlreiche Daten des SPARTACUS-Projekts wie Temperatur und Niederschlag über die Homepage der ZAMG frei zugänglich sein.

Vergleich der Rekordjahre 2014 und 2015 (Quelle ZAMG)