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veritabler Herbststurm

Es ist schon wieder eine Zeit her, als solch ein veritabler Herbststurm übers Weinviertel pfiff.

HERWART, so wurde dieses Sturmtief getauft, hatte im Zuge seiner Ostwärtsverlagerung heftige Wind- (genau genommen und per Defintion Orkanböen) mit im Gepäck und reichten von knapp 179 km/h am oberösterreichischen Feuerkogel (1618 m) über 172 km/h am Semmering (1500 m) bis zu 150 km/h auf dem Jauerling (NÖ, 955 m).

Im östlichen und südlichen Weinviertel wurden selbst an den Flachlandstationen  orkanartige oder schwere Sturmböen registriert.

Im Folgenden die gemessenen Windspitzen an Wetterstationen in unserer Region:

Leiser Berge, 457 m          143 km/h
Hohenau, 155 m                108 km/h
Zwerndorf, 146 m              104 km/h
Gänserndorf, 167 m           101 km/h
Wolkersdorf, 175 m              90 km/h
Mistelbach, 195 m                86 km/h
Poysdorf/Ost, 202 m             79 km/h

Quelle: ZAMG

Nexing/Sulz i. Weinviertel reiht sich mit einer Spitzenböe von 82 km/h gut in den stürmischen Reigen ein. (wenn man das überhaupt so sagen darf angesichts solcher Naturgewalten). Der bisherige, in Nexing gemessene Spitzenwert der Windgeschwindigkeit von 101 km/h vom 1.3.2008 war dennoch unerreicht und in weiter Ferne.

 

nasse September-Bilanz

War noch im August die Trockenheit der letzten Monate allgegenwärtig, so stellte sich pünktlich mit dem meteorologischen Herbstbeginn die Wetterlage um. Immer wieder zogen in kürzeren Abständen Schauer- und Niederschlagsgebiete übers Land. So richtig nass wurde es allerdings im weiteren Verlauf von 17. bis zum 20. des Monats, als ein Tiefdruckgebiet vom Mittelmeer kommend für Feuchtenachschub sorgte. Allein in diesem Zeitraum prasselten 59 Liter pro m² vom Himmel – mehr als das langjährige Niederschlagssoll von 55 Liter/m² (1992-2010). Am Ende kann eine Niederschlagssumme von 90,8 Liter/m² verzeichnet werden, was einem Überschuß von 65 % gleich kommt.

Trotz zweier Sommertage (9. und 14.) und dem überdurchschnittlichen Temperaturniveau in der ersten Monatshälfte, fällt die Temperaturbilanz leicht negativ aus (-0,5 Grad). Mit Beginn der sehr nassen Wetterphase sanken die Temperaturen deutlich unter die für diese Jahreszeit üblichen Werte und erholten sich bis zum Monatsende kaum noch.