Was so alles passieren kann, wenn in Europa der Sommer ausfällt, zeig das Jahr 1816. Ein spannender Rückblick in die Geschichte.
Der Beitrag Das Jahr ohne Sommer erschien zuerst auf wetterblog.at.

Was so alles passieren kann, wenn in Europa der Sommer ausfällt, zeig das Jahr 1816. Ein spannender Rückblick in die Geschichte.
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Wie nahezu immer im Frühling lagen die Extremwerte weit auseinander und reichten von -2,1 Grad bis 25,1 Grad. Möglich machen dies Luftmassen, welche im Wechsel aus dem arktischen Raum und den Subtropen unser Wettergeschehen beeinflussen – typisch für das Frühjahr.
Nach einem frischen Osterfest zu Monatsbeginn und einem deutlich unterkühlten ersten Monatsdrittel erholte sich das Wetter rasch. Bereits am 16. konnte ein Sommertag (Tagesmaximum > 25 Grad Celcius) verzeichnet werden. Die mittlere Monatstemperatur lag mit einer Abweichung von -0,2 Grad nahe am Klimamittel 1992-2010. In der jüngeren Vergangenheit lagen sämtliche April-Monate über dem langjährigen Mittel; einen kühleren (und dem Klimamittel entsprechenden) April verzeichneten wir zuletzt 2008.
Obwohl durchziehende Fronten den einen oder anderen Regenschauer ausließen, war dies nicht mehr als der berühmte „Tropfen auf den heißen Stein“; es reichte gerade einmal zu einem Fünftel der sonst in diesem Monat üblichen Niederschlagsmengen. Mit nur 8 Millimeter Niederschlag geht der April 2015 somit als bisher zweittrockenster in die Nexinger Klimareihe ein.
Die in den letzten Jahren überdurchschnittlichen April-Temperaturen ließen den Blühbeginn vieler Pflanzen immer früher starten. Das Temperaturniveau am Klimamittel im heurigen April zeigt auch im Entwicklungsstand der Vegetation Auswirkungen: Marille und Apfel blühten um rund eine Woche verzögert, Löwenzahn sogar 10 Tage später – verglichen mit dem 10jährigen Mittel.