Archiv für den Autor: admin

Link

Lokal schwere Gewitter beenden den Tagessommer im Mai

Aus meteorologischer Sicht nicht unerwartet wurde in der Nacht auf heute (6.5.) der eintägige Maisommer kurzer Hand mit teils schweren Gewittern aus dem Land vertrieben.

Das meteorologische Setup war gerade zu günstig:  tagsüber eingeflossene subtropische Warmluft mit entsprechend hohen Energiegehalten und eine aus Nordwesten heranrückende Kaltfront führten schließlich zu heftiger Gewitteraktivität. Die zugehörige Frontenkarte von 18 UTC zeigt bereits deutlich eine vorlaufende Konvergenzlinie (Zusammenströmen von Luftmassen) an welcher die Luftmassen in die Höhe schießen.

Eine kräftige Gewitterzelle erreichte in der Folge in den frühen Morgenstunden aus Westen kommend Niederösterreich, wobei gerade hier teilweise extreme Intensitäten beobachtet werden konnten; zahlreiche Meldungen über signifikanten Hagel, Sturmböen und Starkregen liegen vor.

In den Leiser Bergen (ZAMG) wurden Windböen bis knapp 120 km/h und Starkregen von mehr als 35 Liter/m² innerhalb kürzester Zeit registriert; auch in Mistelbach fielen noch knapp 20 Liter/m², wohingegen das rund 10 km südöstlicher gelegene Nexing kaum etwas mitbekam – abgesehen von etwas auffrischendem Westwind.

05052015

Wenn auch Sie Beobachtungen über extreme Wetterereignisse gemacht haben, nutzen Sie die Kommentarfunktion und lassen uns dies wissen, oder senden Sie uns einfach eine kurze e-mail. Damit helfen Sie mit, unsere regionale Datenbank über Extremwetterereignisse zu erweitern.

wechselhafter, doch markant trockener April 2015

Wie nahezu immer im Frühling lagen die Extremwerte weit auseinander und reichten von -2,1 Grad bis 25,1 Grad. Möglich machen dies Luftmassen, welche im Wechsel aus dem arktischen Raum und den Subtropen unser Wettergeschehen beeinflussen – typisch für das Frühjahr.

Nach einem frischen Osterfest zu Monatsbeginn und einem deutlich unterkühlten ersten Monatsdrittel erholte sich das Wetter rasch. Bereits am 16. konnte ein Sommertag (Tagesmaximum > 25 Grad Celcius) verzeichnet werden. Die mittlere Monatstemperatur lag mit einer Abweichung von -0,2 Grad nahe am Klimamittel 1992-2010. In der jüngeren Vergangenheit lagen sämtliche April-Monate über dem langjährigen Mittel; einen kühleren (und dem Klimamittel entsprechenden) April verzeichneten wir zuletzt 2008.

markante Trockenheit

Obwohl durchziehende Fronten den einen oder anderen Regenschauer ausließen, war dies nicht mehr als der berühmte „Tropfen auf den heißen Stein“; es reichte gerade einmal zu einem Fünftel der sonst in diesem Monat üblichen Niederschlagsmengen. Mit nur 8 Millimeter Niederschlag geht der April 2015 somit als bisher zweittrockenster in die Nexinger Klimareihe ein.

Frühlingspflanzen blühten leicht verspätet

Die in den letzten Jahren überdurchschnittlichen April-Temperaturen ließen den Blühbeginn vieler Pflanzen immer früher starten. Das Temperaturniveau am Klimamittel im heurigen April zeigt auch im Entwicklungsstand der Vegetation Auswirkungen: Marille und Apfel blühten um rund eine Woche verzögert, Löwenzahn sogar 10 Tage später – verglichen mit dem 10jährigen Mittel.