Sulz im Weinviertel ist ein phänologischer Naschgarten

Dieses Projekt wurde durch das Land NÖ im Rahmen von Gemeinde21 gefördert.

Die Pflanzen zeigen, was das Klima treibt

Man kann von der Klimaveränderung leider nicht mehr halten, was man will. Mit doppelt so hoher Geschwindigkeit wie im weltweiten Durchschnitt ist die Jahresmitteltemperatur im Alpenraum während der letzten 100 Jahre um etwa 1.8°C angestiegen. Das wirkt sich nicht nur auf uns Menschen, sondern auch auf unsere Pflanzen und Tiere aus.

Langjährige Beobachtungen zeigen zum Beispiel den kontinuierlich früheren Beginn der Marillenblüte seit den 1960er Jahren.

 

Klimawandel

Der Klimawandel stellt derzeit eine der größten ökologischen und sozialen Herausforderungen dar und führt dabei auch zu einer Verschiebung der phänologischen Phasen von Pflanzen. Beobachtungsdaten sind die Basis für die Sensibilisierung jedes Einzelnen, für Klimawandelanpassungsmaßnahmen sowie für viele weitere Forschungsbereiche. Eine besondere Bedeutung kommt dabei Jugendlichen als Akteuren von morgen zu. Das Umweltbildungsprojekt „Alexander, Gute Luise, Jonathan – Klimazeugen.bewahren.folgen.beobachten“ zielt darauf ab, die Beurteilungs- und Handlungskompetenz von Jugendlichen in Bezug auf Klimawandelfolgen und nachhaltige Anpassungsmaßnahmen auszubauen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf regionalen Folgen des Klimawandels, sodass die Beobachter den Klimawandel nicht als abstraktes Phänomen, sondern als Prozess erfahren, der sich in ihrer direkten Umgebung abspielt und sie unmittelbar betroffen sind.

Wissenschaftliche Beobachtungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel gelten nur als belegt, wenn lange Messreihen und große Datensätze zur Verfügung stehen. Nur mit solchen Erhebungen können kurzzeitige klimatische Schwankungen  ausgeschlossen werden.

Neue Wege in der Phänologie                           DIE NATURKALENDER ZAMG APP

Seit Anfang 2018 gibt es eine App, mit der man seine Beobachtungen einfach und schnell gleich direkt in der Natur festhalten kann, etwa bei einem Spaziergang in unserem Phänologischen Naschgarten, einer Wanderung entlang des Phänologischen Pfades, im eigenen Garten oder sonstwo in der Natur. Dabei unterstützt man die Wissenschaft und lernt selbst etwas über den Lauf der Jahreszeiten, ihre Besonderheiten und ihre Änderungen dazu. Die App „Naturkalender ZAMG“ steht kostenlos für Android und iOS in den App Stores zur Verfügung.

Das Projekt wurde gemeinsam mit der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) entwickelt  und umgesetzt. Daraus ist die erste Modellregion dieser Art in Österreich hervor gegangen.


Unsere Klimazeugen  benötigen derzeit unsere volle Aufmerksamkeit. Deshalb brauchen die weiteren Informationen auf unserer Internetseite etwas mehr Zeit zum Sprießen und Gedeihen. Dies dafür nachhaltig.