meteorologisches equipment

Dezember 2002:  Ergänzend zu den bereits bestehenden, VP1konventionellen Klima-Messinstrumenten erfolgt die Installation einer elektronischen Wetterstation der Marke DAVIS, welche die laufende, automatisierte Messwerterfassung ermöglicht. Die Datenübertragung der Online-Messdaten erfolgt per Funk an den lokalen Wetterrechner. Von dort werden die Daten wiederum an einen externen Server übergeben, wo die weitere Verarbeitung und Datensicherung erfolgt.

Ähnlich den TAWES-Stationen der ZAMG (Teilautomatisches Wetter-Erfassungs-System) wird eine Reihe primärer meteorologischer Parameter (siehe Messprogramm) erfasst und im Minutentakt an den Wetterrechner übertragen. Einige Parameter können nur durch einen Wetterbeobachter erfasst und wahrgenommen werden (z.B. Neuschneehöhe, Beobachtung der Schneebedeckung) – daher die Bezeichnung „teilautomatisiert“.

Das Messfeld befindet sich, konform zu vielen TAWES-Stationen auf einer freien, regelmäßig kurz gemähten Wiese. Der Windmast mit dem Schalenanemometer und dem Sensor zur Messung der Sonneneinstrahlung ist auf dem Dach des Wohngebäudes in einer Höhe von rund 12 m über Grund montiert.

Neben der automatischen Wetterstation Wetterhüttestehen konventionelle Präzisionsmessinstrumente, wie sie auch an Klimastationen der ZAMG Verwendung finden, zur Verfügung. In der WMO-Standard Klimahütte werden in der offiziellen Standardhöhe von 2 Metern die Parameter Lufttemperatur und relative Luftfeuchtigkeit gemessen.

Zur exakten Messung der Lufttemperatur ist ein Quecksilber-Stationsthermometer im Einsatz. Messinstrumente WetterhütteUm die täglichen Extremwerte der Lufttemperatur erfassen zu können, werden meteorologische Minimum- und Maximumthermometer verwendet (waagrecht oben Maximum, darunter Minimum). Diese speziellen Thermometer registrieren die jeweiligen Höchst- und Tiefstwerte präzise und werden zu vorgegebenen meteorologischen Terminen abgelesen.

In der Klimahütte ist zusätzlich noch ein klassisches, mechanisches Hygrometer installiert. Bei diesem Gerät, welches zum Abgleich mit den Messwerten des elektronischen Feuchtefühlers dient, erfolgt die Messung über die feuchteabhängige Längenänderung mit speziell präparierten Haaren, die über ein Hebelwerk auf einer Skala angezeigt wird.

Zur fortlaufenden Registrierung der Lufttemperatur und relativen -feuchte verrichtet heute ein elektronischer Datenlogger seinen Dienst, welcher die Messdaten automatisch abspeichert. Bis 2007 war hierfür noch ein Thermo-Hygrograph  in Verwendung, welcher jeweils über eine Woche den Verlauf von Lufttemperatur und -feuchte selbstständig aufzeichnete.

Die tägliche Niederschlagshöhe wird mit einem Niederschlagsmesser nach Hellmann gemessen, der Standard gemäß WMO Richtlinie ist. Der Messkübel hat eine durch einen Metallring exakt definierte Auffangfläche von 500 Quadratzentimetern. Das aufgefangene Niederschlagswasser wird im Oberteil Ombrometerdes Niederschlagsmessers durch einen Trichter in eine Sammelkanne geleitet und zur Messung mit einem Messzylinder auf 0,1 mm genau abgelesen. Eine Niederschlagshöhe von einem Millimeter entspricht dabei der Niederschlagsmenge von einem Liter pro Quadratmeter.

Niederschlagsmessung

Wurden feste Niederschläge gesammelt, müssen diese zur Messung erst aufgetaut werden. Dazu wird der gesamte Niederschlagsmesser durch einen zweiten, identischen getauscht, mit einem Deckel verschlossen und der Niederschlag im Innenraum geschmolzen, welcher anschließend wie üblich mit dem Messzylinder gemessen wird.

Im Winter ist die Schneedeckenbeobachtung ein zusätzlicher Fixpunkt im Beobachtungsdienst. Hierbei werden die tägliche Neuschneehöhe (auf einem weißen Brett) bzw. die Gesamtschneehöhe (auf dem Messfeld des Klimagartens) mit dem Meterstab in Zentimetern gemessen. In regelmäßigen Abständen wird bei Schneelage darüber hinaus das Gewicht der Schneedecke mittels Schneesonde ermittelt und daraus der Wassergehalt bestimmt.(Bestimmung des Wasseräquivalents erst ab einer Schneehöhe von 5 cm)

Die tägliche Leerung bzw. Messung erfolgt zum meteorologischen Haupttermin um 06 UTC (07 Uhr Ortszeit, Sommerzeit +1).

Ein weiterer Teilbereich ist die Hagelbeobachtung und die -datenauswertung. Mit deren Hilfe können im Anlassfall Rückschlüsse auf das Ausmaß der Schäden in landwirtschaftlichen Kulturen und die wirtschaftlichen Einbußen gezogen werden.

nach oben