Archiv für den Autor: admin

Ende der außergewöhnlich langen Hitzewelle

Die Aufeinanderfolge von mehreren heißen Tagen ist an sich nichts Ungewöhnliches für einen mitteleuropäischen Sommer. Immer wieder sind solche Phasen in den Klimaaufzeichnungen zu finden.

Ab wann spricht man eigentlich von einer Hitzewelle?

Bekanntlich lässt sich aus allem eine Wissenschaft machen. Das gilt auch für die verschiedenen Definitionsmöglichkeiten einer Hitzewelle.

Vereinfacht ausgedrückt bezeichnet eine Hitzewelle einen länger andauernden Zeitraum mit ungewöhnlich hohen Temperaturen bei gleichzeitig hoher Luftfeuchtigkeit – also so richtig schwül-heißes, drückendes und schweißtreibendes Wetter. In der Praxis geht man mit der Vereinfachung meist noch einen Schritt weiter, indem man nur die Lufttemperatur betrachtet. Der Deutsche Wetterdienst spricht z. B. von einer Hitzewelle, wenn über fünf Tage hinweg eine Höchsttemperatur von über 30 Grad Celsius erreicht wird. Laut WMO tritt dann eine Hitzewelle ein, wenn der vieljährige Durchschnitt der Tageshöchsttemperatur an einem bestimmten Ort für fünf Tage und mehr um mindestens 5 Grad überschritten wird. Zugegeben eine komplizierte Berechnungsmethode.

Die ZAMG wendet zur Bestimmung die Methode des Meteorologen Jan Kysely an. Vereinfacht gesagt ist eine Hitzewelle mit einer Serie von zumindest drei aufeinanderfolgenden Tagen über 30 Grad Celsius definiert, die von Tagen zwischen 25 und 30 Grad Celsius unterbrochen werden können, solange die mittlere Maximaltemperatur in der gesamten Periode größer 30 Grad bleibt.

Längste Hitzewelle seit Aufzeichnungsbeginn 1986

Man muss schon sehr weit in den Aufzeichnungen zurückblättern, um ein annähernd ähnliches Ereignis zu finden. Im Jahr 1994 wird man schließlich fündig. 21 Tage lang lag brütende Hitze über dem Land.

Mit Start Ende Juli sollte diesmal die Hitzewelle mit 29 Tagen in Serie (in Kysely-Tagen) anhalten. Sie ist damit mit Abstand die längste, die am Stationsstandort Nexing beobachtet und dokumentiert wurde – bisher.

Ein Vorgeschmack auf die Sommerwitterung der Zukunft – Gruß vom Klimawandel

Link

Phänologie: Status Hochsommer

Meteorologisch befinden wir uns nun im Sommer. Phänologisch gesehen sind wir mit der Blüte der Winterlinde und der Fruchtreife der Ribisel bereits im Hochsommer angelangt.

Die Natur hat nach anfänglichem Frühstart im Jänner und anschließendem Dornröschenschlaf im März eine wahre Aufholjagd hingelegt. Fast könnte man sagen, sie hat sich selbst überholt …

Mehr dazu: Die phänologische Entwicklung im Frühling 2018